3 Tipps gegen Lärm durch die Baustelle auf dem Nachbargrundstück

Lärmschutzmatte - absperren24.de

Wenn der Nachbar baut, wird’s laut.  

Baustellen sind wohl einer der unangenehmsten Lärmquellen überhaupt. Lärm und Staub durch eine Baustelle auf dem Nachbargrundstück ist nicht nur lästig, sondern kann gesundheitsschädlich sein.

Dabei fragen Sie sich bestimmt, zu welchen Uhrzeiten Baustellenlärm überhaupt zulässig ist oder wie die Lärmschutzauflagen auf einer Baustelle aussehen. Ist Baustellenlärm samstags überhaupt erlaubt? Wann ist laut zu laut? Kann man was dagegen tun? Auf wen geht man zu?

Wir klären auf. 

Die Rechtsgrundlagen bei Lärmbelästigung durch Baulärm

Die 32. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (32. BImSchV) setzt die europäische Richtlinie 2000/14/EG in deutsches Recht um und gilt für unterschiedliche Geräte- und Maschinenarten. Darunter fallen:

  • Baumaschinen, wie Hydraulikhämmer und Betonmischer
  • Bau- und Reinigungsfahrzeuge, inklusive Transportbetonmischer und Kehrmaschinen
  • Landschafts- und Gartengeräte, wie Laubbläser, Rasenmäher und Kettensägen. 

Laut dem 32. BImSchV-Verordnung müssen Hersteller auf all diesen Produkten den maximalen Schallleistungspegel kennzeichnen. So wissen Baustellenbetreiber, wann Sie Vorkehrungen für den Lärmschutz treffen müssen, um Sie zu schützen.

Immissionsrichtwerte – AVV Baulärm

Unter die 32. BImSchV fällt die Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Schutz gegen Baulärm – Geräuschimmissionen (AVV Baulärm), welche die Immissionsrichtwerte für die Ermittlung des Beurteilungspegels festlegt. Auf deren Basis können die Immissionen – also die konkrete Lärmbelästigung durch eine Baustelle – berechnet und während der Bauzeit ermittelt werden.

Je nach Tageszeit oder je nach Gebiet, in dem sich die Baustelle befindet, gelten unterschiedliche Richtwerte.

  1. In Wohngebieten dürfen 55 Dezibel (dB) Dauerschallpegel tagsüber nicht überschritten werden. Das entspricht einer normalen Gesprächslautstärke, oder einem leisen Radio.
  2. In Kurorten gilt ein Grenzwert von 45 dB tagsüber und 35 dB nachts. Das entspricht Geräuschen wie Weckerticken, Computer-Ventilatoren oder Hintergrundgeräusche im Haus, bis hin zur normalen Gesprächslautstärke.

In bestimmten Bauphasen ist es auch in diesen Gebieten nicht immer möglich, die genannten Werte einzuhalten. Daher ist kurzzeitig eine Toleranz von bis zu 5 dB erlaubt. 

In reinen Industriegebieten liegt der Grenzwert rund um die Uhr bei bis zu 70 dB. Dies entspricht einem lauten Gespräch, einer Schreibmaschine oder einem vorbeifahrendes Auto. (Im Bereich um 80 dB liegen beispielsweise Rasenmäher.)

Generell gilt: Wenn die Immissionsrichtwerte um mehr als 5 dB überschritten werden, sind Maßnahmen zur Minderung anzuordnen. Zum Verständnis, welche Geräusche ungefähr welche Dezibelgrößen aufweisen, finden Sie hier eine Liste.

Gesetzliche Ruhezeiten

Nach 32. BImSchV gelten bestimmte örtliche Betriebsregelungen für:

  • reine, allgemeine und besondere Wohngebiete
  • Kleinsiedlungsgebiete
  • Erholungs-, Kur- und Klinikgebiete

In diesen Gebieten kann für Freizeitlärm nachts ein Grenzwert von bis zu 35 dB gelten. 

Anders beim Baustellenlärm – denn Baulärm ist unvermeidlich. Bürger und Anwohner müssen Baustellenlärm generell dulden. Natürlich gibt der Gesetzgeber den Bauherren aber Ruhezeiten vor. In der Regel gilt: 

  • Mittagsruhe von 13:00 – 15:00 Uhr
  • Nachtruhe von 22:00 – 7:00 Uhr. 
  • Sonn- und Feiertag ganztägig
  • Der Betrieb besonders lauter Geräte ist auch werktags zwischen 7:00 – 9:00, 13:00 – 15:00 und 17:00 – 20:00 untersagt.

Wichtig: Die Ruhezeiten schreiben nicht vor, dass gar nicht gebaut werden darf. Die muss zu diesen Zeiten nur leiser sein als tagsüber. 

Wer ist der richtige Ansprechpartner?

Geht die Lärmbelästigung von einer gewerblichen Baustelle aus, so ist der Bauunternehmer der richtige Ansprechpartner. Gegebenenfalls kann auch die Kommune oder das örtliche Umweltamt kontaktiert werden. 

Bei privaten Bauarbeiten in der Nachbarschaft oder im Haus sind der verantwortliche Nachbar und/oder dessen Vermieter der richtige Ansprechpartner. 

Maßnahmen zum Lärmschutz am eigenen Wohnraum

In erster Linie liegt es natürlich am Verursacher des Baulärms, sich an die Richtlinen bezüglich Lärmgrenzen und Ruhezeiten zu halten. Es gibt aber auch Möglichkeiten für Sie, den Lärm zu reduzieren, der in Ihren Wohnraum eindringt:

  • Schallschutzfenster oder -türen einbauen
  • Schallschutzvorhänge einsetzen
  • Gute Dämmung von Wänden und Dächern

Das ist natürlich oft unverhältnismäßig: Sie sind ja nicht schuld.

Können Sie eine Mietminderung einfordern?

Baulärm in der Nachbarschaft kann laut Mietrecht einen Grund für eine Mietminderung darstellen – auch, wenn der Vermieter den Lärm nicht verschuldet hat. Dann muss der Vermieter sich darum kümmern, dass der Baulärm gemindert wird. Oder er schluckt die Mietminderung.

Das bedeutet unter Umständen, dass Betroffene auch bei einer Lärmbelästigung durch eine Baustelle die Miete mindern dürfen. Maßgeblich für diesen Anspruch ist, dass der Baulärm den vertragsgemäßen Gebrauch der Wohnung einschränkt. 

Wussten Sie als Mieter beim Abschluss des Mietvertrags allerdings von den Bauerbeiten, oder müssen Sie zu diesem Zeitpunkt damit rechnen, so dürfen Sie die Miete in der Regel nicht mindern. Darüber hinaus kann eine Lärmbelästigung durch Baustellen zum allgemeinen Lebensrisiko gehören, wenn derartige Bauarbeiten beispielsweise ortsüblich sind. Auch dann ist eine Mietminderung in der Regel ausgeschlossen. 

Was können Sie als Anwohner gegen Baustellenlärm tun?

Es gibt einige Dinge, die Sie als Anwohner gegen Baustellenlärm unternehmen können. 

Schritt 1: Das persönliche Gespräch mit den Verantwortlichen suchen

Die Bauaufsichtsbehörde (verfrüht) einzuschalten könnte zu verhärteten Fronten zwischen Ihnen und dem Bauherren führen. Der Schritt zur Behörde sollte daher erst unternommen werden, wenn alle anderen Optionen ausgeschöpft sind, zu nichts geführt haben, oder Sie von vornherein auf Widerstand und Unwillen stoßen. 

Schritt eins ist daher, in aller Ruhe mit dem Baustellenverantwortlichen zu sprechen. Sie können darum bitten, den Lärm zu reduzieren, beispielsweise indem die Arbeiter

  • sich an die Ruhezeiten halten,
  • lärmarmere Baumaschinen einsetzen, 
  • bei unvermeidlichem, ungewöhnlich starkem Baulärm die Anwohner und Nachbarn im Voraus darüber informieren, und
  • vor allem Schallschutzmaßnahmen ergreifen, indem zum Beispiel Schallschutzmatten an den Bauzäunen montiert werden.

Schritt 2: Konkrete Schallschutzmaßnahmen vorschlagen

Machen Sie es dem Bauherren so einfach wie möglich, Ihren Wünschen mit passenden Schallschutzmaßnahmen nachzukommen: Schlagen Sie ihm eine konkrete Lösung vor, um den Baulärm zu reduzieren – beispielsweise durch Lärmschutzmatten.

Lärm-, Schallschutzmatten oder Lärmschutzwände tragen dazu bei, die Lärmlast von Baustellen zu reduzieren, indem sie den Schall absorbieren oder reflektieren. Diese Matten werden an der Außenseite von Gebäuden oder an Zäunen angebracht, um den Lärm von Straßen, Bahnlinien, Flughäfen oder eben Baustellen zu schlucken.

Auf Baustellen können Schallschutzmatten zum Beispiel als Unterlage für schwere Maschinen oder als Schallschutzwand zwischen dem Bauvorhaben und den umliegenden Gebäuden verwendet werden. In der Regel werden sie dafür an Bauzäunen oder anderer Baustellenabsicherung angebracht. Sie bestehen aus Schaumstoff oder einem anderen schalldämpfenden Material und sind in verschiedenen Stärken und Größen erhältlich. 

Die Matten von absperren24.de reduzieren Baustellenlärm um bis zu 20 dB – das entspricht beispielsweise einer Reduzierung vom Rasenmäher zum lauten Gespräch. Sie sind besonders leicht und lassen sich schnell und einfach installieren mit Kabelbindern am Bauzaun. Sie sind hergestellt aus einem Verbundwerkstoff aus feuerbeständigen Materialien. 

Erfahren Sie hier mehr über unsere Lärmschutzmatten – und schlagen Sie dem Bauherren solche Matten doch einfach im Gespräch vor.

Schritt 3: An die zuständige Bauaufsichtsbehörde wenden

Wenn alle bisher genannten Maßnahmen nicht helfen, können Sie sich schließlich noch an die zuständige Bauaufsichtsbehörde (meist die Stadtverwaltung oder das Landratsamt in Ihrer Region) wenden und eine Beschwerde einreichen. Die Behörde kann dann entscheiden, ob die Baufirma gegen die geltenden Lärmvorschriften verstößt und gegebenenfalls Maßnahmen einfordern, um den Lärm zu reduzieren. Die Behörde kann den Betrieb der Baustelle vorläufig untersagen, wenn der Bauherr dieser Anordnung wiederholt nicht nachkommt. 

Wenn Sie eine solche Beschwerde einreichen, sollten Sie sehr genaue Angaben zur Art der Störung machen können. Erstellen Sie dafür ein Lärmprotokoll, in welchem Sie folgende Fragen beantworten und Daten festhalten: 

  • Art und Ton des Lärms, wie bohren, fiepen, hämmern, dumpfe Schläge, wummernd, etc.
  • Zeitpunkt/-raum der Lärmbelästigung: Datum, Uhrzeit, Dauer, Anzahl
  • Ruhezeiten im Haus
  • Wie laut ist der Lärm im eigenen Wohnraum zu hören?
  • Ist es so laut, dass die Fenster geschlossen werden müssen?
  • Müssen Sie im eigenen Wohnraum mit erhobener Stimme sprechen, um sich zu verständigen?
  • Haben Sie durch den Lärm Schlafprobleme?
  • Stört der Lärm, wenn Sie von zu Hause arbeiten?
  • Erwarten Sie künftig weitere Störungen durch diesen Lärm?

Je detaillierter und über einen längeren Zeitraum dieses Lärmprotokoll geführt wird, desto besser können Sie Ihre Situation darstellen. Und desto besser können der Vermieter, die Behörde oder gegebenenfalls ein Richter die Situation beurteilen. 

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Gegen Baustellenlärm gewappnet – mit Schallschutzmatten von absperren24.de

Kommunikation ist immer der beste Weg, um eine Reduzierung des Baustellenlärms beim Nachbarn zu erhzielen. Und wer dann noch Lösungen statt nur Klagen für Probleme bereitstellt, hat die besten Chancen auf Erfolg bei der Aussprache mit dem Bauherren. 

Schlagen Sie als Lösung die Lärmschutzmatten von absperren24.de vor – und reduzieren Sie in Zusammenarbeit (statt im Streit) mit dem Bauherren den Baulärm in Ihrer Nachbarschaft.